November-News

Dieser Monat hält wieder einen Lockdown bereit. Daher das Wichtigste zuerst:

Bogenplatznutzung während Lockdown weiterhin möglich

Der Bogenplatz kann weiterhin zum Bogenschießen genutzt werden. Allerdings nur nach einer Anmeldung. Ich werde dann den Bogenplatz für einen geblockten Zeitraum exklusiv für Bogenschützen aus maximal zwei Haushalten zur Verfügung stellen.

Alle Einzelheiten zu diesem Thema findet Ihr hier in einem getrennten Blog.

Die weiteren Themen in diesem Monat:

  • Flohmarkt auf der Website
  • Schwerpunkt: Die weitere Entwicklung des Bogenplatzes

Flohmarkt auf der Website

Im Laufe der Zeit sammelt sich bei einem Bogenschützen das ein oder andere Equipment an, was man nicht mehr benötigt. (Pfeile, Köcher, Bögen, Bogenständer etc. etc.)

Daher habe ich auf der Website einen neuen Blog eingerichtet, der zukünftig als Flohmarkt fungieren soll. Dieser Flohmarkt soll nicht nur von mir mit Angeboten gefüllt werden, sondern auch mit nicht mehr benötigten Zeugs von Euch. Nicht nur für Anfänger, die ausgemustertes (Anfänger-)Equipment erstmal gut gebrauchen können, bis sie selbst so weit sind, dass sie sich etwas „Vernünftiges“ anschaffen, ist das sicher spannend.

Das Angebot unterliegt natürlich einem ständigen Wandel. Daher lohnt sich auch hier die Seite zu abonnieren. (Wie das geht ist z.B. hier beschrieben).

Und so soll das Ganze funktionieren:

  • Der Erlös der Sachen, die ich selbst anbiete, bleibt auf dem Bogenplatz und soll helfen den weiteren Ausbau zu finanzieren.
  • Ihr könnt aber ebenfalls Euer Equipment anbieten und das geht so:
    • Ich brauche von Euch
      • mindestens ein Foto (als Datei – zB. im jpg-Format)
      • ein Beschreibungstext (mit Zustand, Alter, soweit bekannt Neupreis)
      • Eure Preisvorstellung
    • ich stelle dann Euer Angebot auf die Seite
    • Ich vermittle dann den Kontakt zwischen Interessent und Verkäufer.
      (Ich kann aber auch, wenn gewünscht, den kompletten Verkauf übernehmen)
    • Wenn es zu einem Verkauf kommt, bleibt die Hälfte des Preises auf dem Bogenplatz (max. aber 100 Euro).
  • Es können individuell natürlich auch andere Regelungen getroffen werden.

Die weitere Entwicklung des Bogenplatzes

Jetzt zum Hauptthema in diesem Monat (neben der Eilmeldung zum Lockdown).

Es sind wohl leider in nächster Zeit Veränderungen nötig. Daher will ich die Ursachen und den aktuellen Stand der Überlegungen einmal transparent machen.

Der Bogenplatz ist aktuell eine private Liebhaberei oder ein privates Hobby von mir. Das erwirtschaftete Geld wird ausschließlich wieder in den Bogenplatz gestellt. Es wird kein Gewinn erwirtschaftet. So wie es jetzt läuft macht es mir sehr viel Spaß. Am liebsten würde ich daran auch nichts ändern und den aktuellen Status beibehalten. Im Gegenteil würde ich gerne noch mehr Energie und Zeit in den Platz investieren, doch dazu fehlen mir die Mittel: Nämlich Zeit, Zeit und auch Zeit – und natürlich begrenzt auch das verfügbare Geld meine Ambitionen.

Um nachweisen zu können, dass ich keinerlei Gewinn erwirtschafte, dokumentiere ich jede Ein- und Ausgabe. Ganz ähnlich einer gewerblichen Buchhaltung (allerdings glücklicherweise ohne die für Gewerbe üblichen rechtlichen Vorgaben einhalten zu müssen, was eine riesige Erleichterung ist).

Dieses Modell hat für alle Beteiligten erhebliche Vorteile:

  • Das eingenommene Geld kann (bis auf die Mehrwertsteuer von Anschaffungen, die ich natürlich voll zahlen muss) vollständig für den Bogenplatz ausgegeben werden.
  • Die Bürokratie ist für mich erheblich kleiner, da mir das Finanzamt nicht die Laune verdirbt. (Alles in allem ist die Bürokratie bereits jetzt mehr als ausreichend groß)

Es spricht also einiges dafür, den aktuellen Status unverändert zu lassen. Allerdings merke ich auch, dass dieses Konzept zunehmend an seine Grenzen stößt. Das Problem dabei ist, dass ein Gewinn auch aus Sachwerten bestehen kann. Bisher habe ich das Geld im wesentlichen für diverses Verbrauchsmaterial, Holz, Mieten oder Werbung (inkl. Facebook-Werbung und den beiden Websites) ausgegeben. Der Erwerb einer neuen Scheibe ist da schon grenzwertig, da die Scheibe nach dem ersten Einsatz nicht sofort ihren vollständigen Wert verliert. Ein weiterer Nachteil ist, dass ich nicht in der Lage bin, Rücklagen für zukünftige Anschaffungen zu bilden (Stichwort Rasenmäher).

Ein weiterer Punkt ist, dass der zeitliche Aufwand bereits jetzt exorbitant ist. Da sind nicht nur die einzelnen Bauprojekte oder diverse Bogenkurse, sondern auch ständige Reparaturen, ein stetiger Mail-Verkehr, regelmäßiges Rasenmähen, Buchhaltung und Website-Betreuung. Je attraktiver der Bogenplatz wird, umso mehr macht er mir natürlich auch Arbeit.

Mein eigentliches Hobby soll dabei auch nicht zu kurz kommen. Deshalb habe ich vor einem Monat die Meetings eingeführt. Aber auch da müssen die Anmeldungen zu den diversen Angeboten verwaltet und Termine organisiert werden.

Alles in allem ist das mittlerweile ein Halbtagesjob, der mir zwar wirklich viel Spaß macht, aber mir auch viel zu viel Zeit für die andere Hälfte meines Lebens raubt in der ich mir meinen Lebensunterhalt verdienen muss. Insgesamt ist es also absehbar, dass das jetzige Konzept wegen seines Erfolges langsam aber sicher an seine Grenzen stößt.

Wie kann es also weiter gehen?

Also ich beteilige Euch jetzt mal an meinem Brainstorming zu diesem Thema. Welche Alternativen gäbe es:

  • Gründung eines Vereins
    Einen Verein daraus zu machen, der entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen erfüllen muss, aber dafür das leidige Problem mit der Vermögensbildung beseitigt, ist mir persönlich extrem unsympathisch. Der Bogenplatz ist erst für Bogenschützen wirklich attraktiv geworden, seit dem ich ohne zusätzliche Bedenkenträger oder Geizhälse, meine Ideen unabhängig und frei verwirklichen kann. Das soll auch so bleiben, denn das ist das Erfolgsrezept des Platzes. Ein Vereinsvorstand würde dem nur entgegen stehen. Von der dann fast automatisch einsetzenden Vereinsmeierei mal ganz abgesehen.
  • Bogenplatz als Gewerbe weiterführen
    Eine weitere Möglichkeit wäre, den Bogenplatz als Gewerbe anzumelden. Das hätte zwar den Vorteil, dass bei sämtlichen Anschaffungen die Mehrwertsteuer erstattet würde, im Gegenzug müsste ich aber auch von allen Einnahmen Umsatzsteuer abführen – insgesamt wohl eher ein Minusgeschäft.
    Aber es böte mir auch die Möglichkeit, mir (oder anderen) ein Entgelt für die ganze Arbeit zu erstatten. Dadurch bekäme ich die Möglichkeit, deutlich mehr Zeit in den Bogenplatz zu stecken. Das würde natürlich den Zustand des Platzes verbessern. Dann würde aber nicht mehr alles Geld auf dem Bogenplatz bleiben können, sondern würde auch einen Teil meines Lebensunterhaltes ausmachen.

    Diese Möglichkeit bietet natürlich trotzdem viele positive Perspektiven der Entwicklung von denen vor allem die Nutzer viel hätten. Auch wäre es mir dann möglich noch deutlich mehr Zeit in den Bogenplatz zu stecken, was ihm natürlich auch sehr gut tun würde.

    Allerdings war ich bereits in meinem Leben einmal selbstständig und habe die überbordende Bürokratie (insbesondere die vom Finanzamt verursachte) gehasst. Unter anderem deshalb habe ich das auch wieder aufgegeben. Deshalb bin ich absolut kein Freund von dieser Möglichkeit, denn auf eine Wiederholung kann ich wunderbar verzichten.
  • Schulden statt Gewinne
    Eine dritte Möglichkeit wäre, alles auf Pump anzuschaffen, so dass keine positiven Vermögenswerte entstehen. Das macht aber alles teurer und für mich sehr viel riskanter, denn natürlich hafte ich für die Kredite persönlich. Wenn Einnahmen wegfallen, z.B. durch einen länger andauernden Arbeitsausfall von mir (Unfall, Erkrankung), bleibe ich auf jede Menge Ratenzahlungen sitzen, habe aber keine Einnahmen mehr, denn der Bogenplatz wäre in kürzester Zeit nicht mehr nutzbar. Keiner würde mehr seine Jahreskarte verlängern, sondern anteilsweise seinen Beitrag zurückfordern. Und den habe ich ja schon in der Regel bereits ausgegeben (wie gesagt: keine Rücklagen möglich).

    Also auch nicht das Gelbe vom Ei.
  • Status Quo erhalten
    Oder, last but not least, es ändert sich quasi nix. Das hat aber zwangsläufig zur Folge, dass der Ausbau des Angebots in absehbarer Zeit endet und ich mich nur noch auf Reparaturen beschränke, mein Dienstleistungsangebot wohl wieder einschränken muss, keine bzw. nur sehr begrenzt neue Bogenschützen aufnehme und massiv die Kurse beschränke. Leider löst dieses Szenario aber nicht die eingangs erwähnten Probleme, denn unverzichtbare Anschaffungen wie Ersatzscheiben oder allem voran ein neuer Mähtraktor wären nur sehr eingeschränkt möglich.

    Außerdem widerspricht das meiner Natur und würde mir deshalb kaum noch Spaß machen.

Leider scheint es also nur saure Äpfel zu geben. In welchen soll ich jetzt beißen?
Oder gibt es weitere Möglichkeiten, die mir noch nicht bewusst sind? Ich suche jedenfalls nach Möglichkeiten, die jeweils negativen Aspekte der einzelnen Varianten zu eliminieren oder wenigstens zu minimieren.

Wie es aber auf keinen Fall weiter gehen wird

Definitiv werde ich nichts machen, bei dem der Bogenplatz oder seine Nutzer geschädigt werden. All meine Überlegungen dienen ja gerade dazu, den Bogenplatz weiterhin immer attraktiver und besser machen zu können. Der Bogenplatz ist in keinster Weise in Not, im Gegenteil. Wir reden hier über ein Luxusproblem.

Ich werde also weder den Betrieb einstellen noch irgendwelche Laufzeiten kappen. Wenn es Veränderungen der Nutzungstarife oder -möglichkeiten gibt, dann sicher nicht zum schlechteren der Nutzer (wobei ich natürlich nicht generell Preiserhöhungen für alle Zukunft ausschließen kann, aber das ist ja wohl logisch).

Fazit

Das Ergebnis meiner Überlegungen ist derzeit völlig offen und hängt von vielen weiteren Ideen, Informationen und Detaillösungen ab, die ich aktuell noch nicht habe. Die oben beschriebenen Möglichkeiten sind jedenfalls in der beschriebenen Form für mich alle nicht akzeptabel. Da müssen noch weitere Ideen oder Varianten dazu kommen, die für mich die jeweiligen Nachteile eliminieren. Denn letztlich geht es allen Beteiligten darum, etwas mehr Spaß im Leben zu haben. Das gilt auch für mich.

Es stehen aber wohl demnächst wirklich Veränderungen an (vielleicht schon zum Jahreswechsel?). Aber sie werden auf keinen Fall zu Lasten irgendeines Bogenplatznutzers (einschließlich mir) stattfinden.